Bilder aus dem Museum

Willkommen im Brüder Grimm Haus

JAHRESAUSSTELLUNG 2014: 9. November bis 7. Dezember 2014

Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft zu Gast im Brüder Grimm-Haus

Auch im Jahr 2014 präsentieren sich Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft im Steinauer Brüder Grimm-Haus. In diesem Jahr sind es der Fotograf Klaus-Ludwig Schulz, der Bildhauer Hermann zur Strassen und der Maler Claus Delvaux. Sie zeigen vom 09. November bis zum 07. Dezember ihre Arbeiten in den Sonderausstellungsräumen des Steinauer Museums. Die Eröffnung der Ausstellung, alle Interessenten sind hier herzlich willkommen, findet am 09. November um 11.30 Uhr statt.

Klaus-Ludwig Schulz ist seit 2011 der erste Vorsitzende der Frankfurter Künstlergesellschaft. Nach einem Jura-Studium absolvierte er noch ein Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
Bei seiner künstlerischen Arbeit interessieren ihn gesellschafts- und sozialpolitische Themen. Er vwerwendet die gestalterischen Techniken, mit der das Thema am eindrucksvollsten dargestellt werden kann. Dies kann mit fotografischen Techniken erfolgen, mit Installationen, mit grafischen oder malerischen Mitteln. In der Fotografie stehen für ihn Mensch und Tier, die Landschaft oder das Stadtbild im Vordergrund. Dabei spielen Licht- und Beleuchtungssituationen eine vorrangige Rolle.
Die nun in Steinau ausgestellte Fotoreportage „Die Schlachtung“ entstand auf einem Bauernhof im Elsass und zeigt neben dem chronologischen Ablauf auch den würdigen Umgang mit einem geschlachteten Tier. Manche Fotografien erinnern an die Romantik der flämischen und niederländischen Gemälde des Mittelalters.

Hermann zur Strassen wurde an der Städelschaule in Frankfurt ausgebildet. Ihn interessiert der Mensch in seiner Körperlichkeit, in seiner geistig emotionalen Verfasstheit und seiner komplexen Widersprüchlichkeit. Ein so entstehendes Thema versucht er dann auf seine Begriffsebene zu reduzieren, um darüber zu seiner plastischen Dimension zu kommen. In Steinau ist es allerdings nicht der Mensch, der gezeigt wird, Hermann zur Strassen stellt seine Tierplastiken vor.

Das Skizzenbuch des Malers Claus Delvaux, dem dritten Künstler, ist die Kamera. Ansichten von Landschaften, Städten, Architekturen, Straßenzügen, Menschen und Lichtstimmungen sind die "Bausteine" seiner. Bilder. Dabei spielt er mit der Realität. Seine aus Bildteilen entstandenen Malereien erwecken im Betrachter ein Déjà-vu-Erlebnis. Bekannte Stadtansichten, Bildausschnitte und Gebäude machen uns glauben, das Bild schon einmal gesehen zu haben. Täuschend echt führen sie uns seine malerische Realität vor Augen.
Claus Delvaux studierte Malerei an der Städelschule und anschließend Kunstpädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt.


31. August 2014 bis 02. November 2014

Sonderausstellung in enger Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum Tono/Japan

Sasaki Kizen – der Japanische Grimm

Die Ausstellung „Sasaki Kizen – der Japanische Grimm“ soll vor allem in Hessen deutlich machen, wie die bewusst zusammengetragene und wissenschaftlich aufgearbeitete Märchensammlung der Brüder Grimm, sozusagen von Hessen ausgehend, weltweit gewirkt hat und sowohl die Literatur als auch die Volkskunde verschiedener Länder, hier im Spezialfall in Japan“ beeinflusst hat. Die Vorgehensweise der Brüder Grimm hat das Sammeln und Edieren von Märchen weltweit revolutioniert, nicht nur In Deutschland oder Europa (da gibt es ja hinlängliche Untersuchungen), sie haben mit ihrer Sammlung weltweit vorbildhaft gewirkt.

Da kann dann die Vorgehensweise des japanischen Schriftstellers und Märchensammlers Sasaki Kizen (1886 – 1933) betrachtet und untersucht werden, ebenso die des Volkskundlers und Bearbeiters seiner Märchen Kunio Yanagita (1875 – 1962), er hat einen Teil der Texte Kizens 1910 unter dem Titel „ Tono Monogatari“ (Geschichten aus Tono) ediert. Yanagita begründete die Volkskunde als Wissenschaftszweig in Japan war und der erste entsprechende Professor in Tokio). Beide haben mit der Methode der Brüder Grimm gearbeitet haben und einen großen Bestand japanischer Volksmärchen so überhaupt erst niedergeschrieben und einem größeren Leserkreis zugänglich gemacht.

Die Brüder Grimm und ihre Märchensammlung haben hier eine absolute Vorbildfunktion. Nicht umsonst wird in der weiteren Rezeption Kizen als der „Japanische Grimm“ bezeichnet. Dies spricht natürlich auch für die Ehrerbietung der Japaner gegenüber der Sammelmethode der Brüder Grimm. Es zeigt sich so, dass die Brüder Grimm mit ihrer Märchensammlung und dem großen Erfolg, den diese Sammlung erzielte, direkt und indirekt weltweit gewirkt haben. Die Arbeit der japanischen Märchensammler und Editoren Kizen und Yanagita wird in der Ausstellung gezeigt.

Dort wird auch vergleichen, wie die Grimms und wie Kizen/Yanagita gearbeitet haben, dass auch angeregt durch die Arbeitsweise der Brüder Grimm zum Beispiel bestimmte Personen aus dem Volk befragt wurden und es auch in Japan so etwas wie eine „Märchenfrau“ gibt. Dorothea Viehmann hat da ganz bewusst ihr asiatisches Gegenstück gefunden. Auch in der Darstellung der Methode der japanischen Sammler wird die Arbeit und die Bedeutung der Brüder Grimm weltweit in besonderer Weise gewürdigt. Das spezielle Beispiel aus Japan macht deutlich, dass die Brüder Grimm weitreichend gewirkt haben und ohne die Arbeit und den Erfolg der Brüder Grimm weltweit die Märchen-Rezeption sicher nicht in dieser Bedeutung verlaufen wäre.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Illustrationen zu den Texten aus dem Band „Tono Monogatari“, die Klaus Puth geschaffen hat.
Diese Illustrationen werden auch in der ersten deutschen Übersetzung verwendet, die das Brüder Grimm-Haus bis zur Buchmesse 2014 herausbringt.


 

Wunderhorn-Konzert jetzt auf CD

Die CD zum Wunderhorn-Konzert vom 28. Oktober 2012 in der Steinauer Katharinenkirche ist fertig!
Das Wunderhorn Ensemble (ein Solistenensemble unter der musikalischen Leitung von Hartmut Krause), der Tenor Julian Prégardien, die Mezzosopranistin Jenny Carlstedt und die Märchenerzählerin Elfriede Kleinhans hatten sich am 28. Oktober 2012 in der Steinauer Katharinenkirche zu einem ganz ungewöhnlichen Konzert zusammengefunden: Clemens Brentano und Achim von Arnim haben in ihren drei in Heidelberg von 1806 – 1808 veröffentlichten dreibändigen Liedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ nur Texte von Volksliedern veröffentlicht. Ein vierter Band mit den Melodien zu 24 Liedern erschien im Jahr 1810. Im gleichen Jahr haben die Brüder Grimm, selbst an der Zusammenstellung der Wunderhorn-Lieder beteiligt, für Clemens Brentano in der sogenannten Ölenberger Handschrift ihr „Urmärchenkonvolut“ zusammengestellt. Brentano hatte um einige Ergebnisse der Märchensammlung der Brüder Grimm gebeten. Der Notendruck der Wunderhorn-Lieder ist lange Zeit unberücksichtigt geblieben. In dem Konzert wurden nun 14 der 1810 veröffentlichten Lieder, neu arrangiert von Berthold Breig, wieder hörbar gemacht, gleichzeitg wurden einige der im gleichen Jahr für Brentano aufgezeichneten Märchen, die später nur in wenigen Ausnahmefällen in die Sammlung der Kinder- und Hausmärchen einflossen, wieder einem größeren Publikum erzählt. Hier werden nicht nur stumme Bücher im Museum lebendig und erlebbar, in einem ungewöhnlichen Konzert wurde auch die enge Zusammenarbeit zwischen den Brüdern Grimm und Clemens Brentano dokumentiert. Eine literarische Besunderheit und musikalische Rarität wird so mit dieser CD wieder hörbar.
Der Mitschnitt ist jetzt als CD in der Wernerschen Verlagsgesellschaft Worms erschienen. Er kostet dort 12,80 Euro und im Brüder Grimm-Haus 9,80 Euro.

Hier einige Hörproben: 

Das Booklet zur CD können Sie sich als PDF-Datei [700 kb] herunterladen.


 

hr3 gestetet:
Hessischer Rundfunk empfiehlt das Brüder Grimm-Haus

Der hr3-Reporter Klaus Krückemeyer hat bei seiner Visite im märchenhaften Steinau mit den Kindern Sarah und Jasmin aus dem Brüder Grimm-Haus berichtet. Jetzt ist das Brüder Grimm-Haus eine ausgezeichnete Location - hr3-getestet und empfohlen. 

Mit einer Tafel am Eingang zum Amtshof in Steinau an der Straße  wo die Brüder Grimm aufwuchsen wird jetzt auf einer der liebsten Locations der hr3-Hörer hingewiesen.

Zum Beitrag auf der Website des Hessischen Rundfunks 

 

 

 

Den Radiobeitrag können Sie hier hören.  

 


 

Erinnerungen an die Heimat

Das war eine wunderschöne Zeit…

aus Ludwig Emil Grimms „Erinnerungen aus meinem Leben“
Hörbuch mit Erinnerungen Ludwig Emil Grimms an Steinau und das Kinzigtal

 

Hörbuch-Cover: Das war eine schöne ZeitLudwig Emil Grimm (1790 – 1863), der jüngste Bruder von Jacob und Wilhelm Grimm, den bedeutenden Märchensammlern und Sprachforschern, hat umfangreiche Lebenserinnerungen hinterlassen und da sind es gut 60 Seiten, auf denen er sich an seine Kindheit und Jugend in Steinau an der Straße (1791 – 1803) beschäftigt. Es sind persönliche Aufzeichnungen, Erinnerungen an die Freuden und die Freunde der Kindheit, an die Schule und den Kirchgang, aber auch Beschreibungen der Sylvesternacht von 1799 auf 1800 oder das Durchziehen der Truppen der Revolutionskriege durch das Kinzigtal , es sind persönliche Erinnerungen und große Ereignisse, an die sich der Maler und Graphiker gerne und lebendig erinnert.
Im Rahmen der Kultursommers Main-Kinzig-Fulda fand im Sommer eine szenische Lesung mit diesen Texten im Steinauer Brüder Grimm-Haus statt. Der am Staatstheater Wiesbaden engagierte Schauspieler Uwe Kraus schlüpfte in die Rolle von Ludwig Emil Grimm und wurde von Wencke Wiest auf der Geige begleitet. Ein Mitschnitt dieser Veranstaltung liegt nun als Hörbuch vor.
Ludwig Emil Grimm beschreibt hier das Steinau der Zeit um 1800 und nicht nur die Besucher des Abends waren fasziniert, kann man doch noch heute den Wegen folgen, die die Grimm-Familie vor 200 Jahren durch die Stadt, in der sie lebte, führten. Überhaupt ist es mehr als interessant, zu hören, wie sich eine Familie in dieser Zeit in einer hessischen Kleinstadt aufgestellt hat. Die 75-minütige CD bietet so zahlreiche ganz unterschiedliche Aspekte des Alltagslebens im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert und ist für Steinauer genauso interessant wie für den Grimm-Liebhaber oder Kunst- und Literaturfreunde.
Die CD mit dem Hörbuch wurde von der Wernerschen Verlagsgesellschaft in Worms (www.wernersche.com, ISBN 978-3-88462-347-3) produziert und ist über den Verlag zum Preis von 9,80 Euro zu bestellen. Im Steinauer Brüder Grimm-Haus kostet die CD 7,90 Euro und wer sie dort bestellt, kann sie sich zum Preis von 10.00 Euro (incl. Porto und Verpackung) ganz bequem zusenden lassen.

Brüder Grimm-Haus Steinau
Brüder-Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße
Tel.: 06663/7605
eMail : brueder-grimm-haus@steinau.de


 

200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

Alte Märchen, neu interpretiert durch den Comic-Zeichner Klaus Häring
Ausstellung: 09. Dezember 2012 bis 24. März 2013

Cover: Burkhard Kling, Klaus Häring:Die Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm, die Märchen der Erstausgabe von 1812Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gelten als die wichtigste Märchensammlung der Weltliteratur. Der erste Band der Märchenausgabe erschien am 20. Dezember 1812 im Verlag der Realschulbuchhandlung in Berlin. Bis zur zweibändigen siebten Auflage, es war die letzte Auflage, die Jacob Grimm (1785 – 1863) und Wilhelm Grimm (1786 – 1859) selbst betreuten, waren 45 Jahre vergangen und es hat sich manches an der Auswahl der Märchen und an ihren Texten geändert. Noch heute folgen fast alle Ausgaben der Grimmschen Märchen dieser Ausgabe letzter Hand und diese Ausgabe letzter Hand ist die übliche Grundlage für zahlreiche Märchenbücher. Doch sahen eben die Märchen der Brüder Grimm ganz anders aus, als sie 1812 zum ersten Mal im Buchhandel erschienen sind. Ursprünglich waren die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ein Buch für Gelehrte und Bibliotheken. Das hat sich erst langsam geändert. Wie die Grimmschen Märchen ursprünglich aussahen, das kann man nun wieder vollständig entdecken! Die Ausstellung stellt die Märchen von 1812 vor. Sie sind allesamt von Klaus Häring illustriert worden, der mit seinen Cartoons und Comics einen modernen Kontrast zu den alten Texten schafft.
Eröffent wird die Ausstellung am 09. Dezember 2012 um 11.00 Uhr im Brüder Grimm-Haus Steinau, Brüder Grimm-Straße 80, 36396 Steinau an der Straße, wozu alle Interessierten herzlich eingeladensind.
Zur Ausstellung erscheint in der Wernerschen Verlagsgesellschaft Worms ein opulent ausgestattetes 320 Seiten starkes Märchenbuch mit allen Märchen der Erstausgabe, so wie die Brüder Grimm sie veröffentlicht hatte, da hat Sneewittchen noch keine Stiefmutter und manche Märchen, die später wieder aus der Sammlung getilgt wurden, sind hier zu finden. Außerdem wird in einem informativen Nachwort die Entstehungsgeschichte der Märchensammlung der Brüder Grimm eingehend dargestellt. Alle Märchen wurden von Klaus Häring mit farbigen Illustrationen versehen. Das Buch ist zum Preis von 29,80 Euro im Buchhandel, aber auch im Brüder Grimm-Haus erhältlich (ISBN 978-3-88462-332-9).


 

Wunderhorn-Konzert demnächst auf CD 

Wunderhorn-Konzert

Das Konzert mit den Wunderhorn-Liedern von 1810 (gesungen von Jenny Carlstedt und Julian Prégardien und begleitet vom Wunderhorn-Ensemble unter Hartmut Krause und Märchen aus dem Grimmschen „Urmärchenkonvolut“, erzählt von Elfriede Kleinhans) am 28. Oktober in der Steinauer Katharinenkirche war ein großer Erfolg. Die Künstler wussten allesamt mit der Natürlichkeit und Unverbrauchtheit der Werke umzugehen und das Publikum zu begeistern. Das Konzert wurde für eine CD-Produktion mitgeschnitten. Wann und zu welchem Preis die Aufnahme erscheint, das sagen wir demnächst hier auf der Homepage.


Brüder Grimm-Haus präsentiert sich in Deutscher Gebärdensprache

Neu - Museumsführer

Unsere beiden neu erschienenen Museumsführer können Sie jeweils zum Preis von 6,80 Euro direkt im Museum erwerben. Sie können auch gerne beide Führer bei uns bestellen (Preis für beide zusammen 16,00 Euro incl. Porto und Verpackung).

Eine Email an uns genügt: info@museum-steinau.de

Brüder Grimm-Haus

Täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

Brüder Grimm-Haus
und Museum Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße

Tel. (0 66 63) 76 05
Fax (0 66 63) 91 88 00
E-Mail info@museum-steinau.de

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