Bilder aus dem Museum

Sonderausstellungsräume:

Historische Wanddekoration

In zahlreichen Räumen des Hauses wurden bei den Sanierungsarbeiten Reste früherer farblicher Raumgestaltungen gefunden und dokumentiert. Die rot gestaltete Scheinarchitektur, die nun diesen Raum beherrscht, stammt aus der Zeit um 1590.

Einige Restaurierungsfenster lassen jedoch auch einen Blick in die Grimm-Zeit gewähren...


16. Juli bis 6. August, Ausstellung:

„Jedes Gemälde beginnt mit dem ersten Strich“

Kulturschaffende der Region sehen den Künstler Ludwig Emil Grimm neu
Ausstellungseröffnung in Steinau an der Straße am16. Juli 2017 11.00 Uhr,
Museum Brüder Grimm-Haus
 

(Plakatmotiv: © Anna Zeis-Ziegler)

Der Maler und Graphiker Ludwig Emil Grimm (1790 – 1863), der jüngere Bruder der Sprachforscher und Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm war ein bedeutender Künstler der Romantik Er schuf Portraits, Genredarstellung und hat immer wieder die Natur dargestellt, auch die Natur im heutigen Main-Kinzig-Kreis.

Es gibt sicherlich kaum einen Künstler, der so sehr mit seinen Werken und seinem Leben in der ganzen Region zwischen Frankfurt und Fulda vertreten ist, wie das bei Ludwig Emil Grimm der Fall ist.
Er wurde in Hanau geboren, wuchs in Steinau an der Straße auf, wo er von 1790 bis 1803 gelebt hat, er hat in Gelnhausen gezeichnet, er hat in Schlüchtern seine Motive gefunden und in Birstein, die Großmutter stammte dort her und ein Vetter lebte dort, hatte es ihm nicht nur die Landschaft angetan, auch die bei der Fürstin weilende Gräfin Auguste von Wächtersbach. Steinau und die Region nehmen einen wichtigen Platz in seinem Werk und in seinen Lebenserinnerungen ein. Der ganze Maion-Kinzig-Kreis ist eine Region, die Ludwig Emil Grimm geprägt hat. Das zeigt das Steinauer Museum Brüder Grimm-Haus mit seinem Ludwig Emil Grimm-Kabinett, wo Graphik und Zeichnungen präsentiert werden und man Ludwig Emil Grimm als Künstler gerecht wird, im Kreis nimmt man sich aber auch seiner Biographie an. Der Verein Wilde Kultur Birstein hatte schon im vergangenen Jahr mit dem Musical „Der wilde Grimm“ Aufsehen erregt. Weil keine Leiter und kein Heuboden in Steinau vor Ludwig Emil Grimm sicher war, hatte er als Kind den Namen „der Wilde“ bekommen. Ob er dann bei einem Besuch in Birstein bei der Gräfin Auguste so wild war, wir wissen es nicht…
Das Treffen des jungen Künstlers mit der Isenburger Fürstin Charlotte, ihrer Tochter Prinzessin Victoria und ihrer Nichte, der Gräfin Auguste von Ysenburg-Wächtersbach, die zarten Bande, die Ludwig und Auguste gerne geknüpft hätten und die Trennung, das wurde Thema eines Musicals.
Schon im letzten Jahr konnten aus den Beständen des Museum Brüder-Grimm-Haus einige Tage vor den Musical-Aufführungen in Birstein eine ansehnliche Zahl von graphischen Arbeiten Ludwig Emil Grimms gezeigt werden. In diesem Jahr haben sich das Steinauer Museum und der Birsteiner Verein eine ganz andere Aufgabe gestellt. Man hat nun 19 Künstler und Kultursachaffende der Region (das geht von Mühlheim bis Fulda und von Arnburg bis Kleinkahl) mit Ludwig Emil Grimm und seinem Werk konfrontiert und es sind neue Arbeiten entstanden. Ludwig Emil Grimm, der im Musical eine Schaffenskrise überwindet, spricht davon das jedes Gemälde mit dem ersten Strich beginnt. Es sind nicht nur Gemälde entstanden. Es sind Arbeiten auf Papier, auf Leinwand, es sind Skulpturen, manches ist digital, Glas ist dabei, Keramik, Backwerk, es sind Dialoge mit Ludwig Emil Grimm, Kommentare, Auseinandersetzungen. Diese Arbeiten werden nun erstmals, zusammen mit Werken von Ludwig Emil Grimm, ab dem 16. Juli 2017 bis zum 06. August 2017 im Steinauer Brüder Grimm-Haus gezeigt, bevor die Ausstellung, mit etwas verändertem Focus dann zu den Musical-Aufführungen von 10. bis zum 13. August auch in Birstein im Bürgerzentrum und dann noch in Gelnhausen in der Ehemaligen Synagoge zu sehen sein wird.
Die Ausstellung, die großzügig vom Kultursommer Main Kinzig Fulda unterstützt wurde, wird von Landrat Thorsten Stolz am 16. Juli um 11.00 Uhr in Steinau eröffnet, dazu werden alle Kunstfreunde eingeladen.

Workshops begleiten die Ausstellung an allen drei Orten, Künstlergespräche ergänzen das Programm.
Im Museum Brüder Grimm-Haus:
16.07. 15:00 Uhr, Künstlergespräch: Britta Schäfer-Clarke (Objektkunst) und Jesekiel (Künstler). Eintritt frei

18.07. 14:00 – 16:00 Uhr Workshop: Matthias Kraus: „Zeichnen mit Tusche“, für Kinder ab 8 Jahre & Erwachsene Bitte mitbringen:  Wassergläschen, Pinsel, Feder und Federhalter, Zeichenblock DIN A3 oder A4, Gebühr 5,- Euro

21.07. 16:00 Uhr Führung durch die Ausstellung

So wie Ludwig Emil Grimm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Region bereiste, so sollen seine Werke und die Resultate eines künstlerischen Diskurses auch in der ganzen Region zu sehen sein.

In Steinau an der Straße, Museum Brüder Grimm-Haus: vom 16.07. bis 06.08.

In Birstein, Bürgerzentrum: vom 09.08. bis 20.08.

In Gelnhausen, Alte Synagoge: vom 26.08. bis 13.09.

Die Bildergeschichte "Hänsel & Gretel 2.0 – Die Geschichte von Hunger und Überfluss" von Anna Zeis-Ziegler können Sie hier aufrufen.

 


 

Ausstellung: 04. Juni bis 09. Juli 2017

Claus Bury – Bauernarchitektur

Fotostrecke, Modelle, Installation im Hof
Eröffnung 04. Juni 11.00 Uhr. Einführende Worte spricht Freddy Langer

 

Der in Frankfurt am Main lebende Bildhauer Claus Bury ist bekannt für seine riesengroß dimensionierten und begehbaren architektonischen Skulpturen. Von 2003 bis 2011 bekleidete er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Seinen Arbeiten begegnet man überall in Deutschland im öffentlichen Raum. Seinen Fotografien, die eher zufällig auf Feldern und vor Bauwerken in aller Welt entstanden, sie sind nun im Museum Brüder Grimm-Haus in Steinau an der Straße zu sehen.
Inspiration für seine Skulpturen holt sich Bury bei seinen Reisen durch verschiedene Kontinente, bei denen er Zeugnisse der frühen Architekturgeschichte, Ruinen und Tempelanlagen, fotografiert und malt, unter anderem in Griechenland, in Ägypten oder in Mittelamerika. In der Zwiesprache mit der Vergangenheit durchdringt der archäologiebegeisterte Künstler das Wesen der aufgesuchten Orte. Bury wendet bei der Gestaltung seiner Skulpturen regelmäßig die Zahlensysteme des mittelalterlichen Mathematikers Leonardo Fibonacci (um 1170 bis nach 1240) an. Dies gilt auch für sein bisher größtes Werk, den Bitterfelder Bogen, eine Stahlskulptur, die als Aussichtsplattform dient.
Als vor rund zwanzig Jahren ein opulenter Bildband die architektonischen Skulpturen Claus Burys vorstellte, wurden mit kleinen Abbildungen im Vorwort Querverbindungen zu etruskischen Felsengräbern und den utopischen Entwürfen der beiden französischen Revolutionsarchitekten Claude-Nicolas Ledoux und Étienne-Louis Boullée gezogen, die dem Betrachter augenblicklich einleuchteten. Es fanden sich dort allerdings auch zwei Schwarzweißfotografien von gestapelten Strohballen, lakonisch bezeichnet: „Bauernarchitektur, 1983.“ Claus Bury hatte sie auf Feldern bei Limburg und Bruchköbel entdeckt und fotografiert. Wenig später nahm er die Bilder als Ausgangspunkt für eine großformatige Arbeit.
Bauernarchitektur heißt nun auch die Ausstellung, in der Claus Bury ausgewählte Fotos solcher Strohstapelungen zeigt. Aufgenommen hat er sie in den vergangenen dreißig Jahren an den unterschiedlichsten Punkten der Welt. Gezeigt werden sie im Museum Brüder Grimm-Haus Steinau, das ihn begeister, seit er, zusammen mit Museumsleiter Burkhard Kling, im Jahr 2011 den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises erhalten hat.
Was Bury für die Ausstellung (und ein Buch) da zusammengestellt hat, ist eine Art Katalog der Formen, die sich in der Vorratswirtschaft wie zwangsläufig ergeben, wenn Stroh gelagert wird. Dabei kann Bury trotz seiner bisweilen distanzierten, dokumentarischen Annäherungsweise eine gewisse Hochachtung vor den Bauern und ihren Schichtungen nicht verhehlen.
Es sind mitunter gigantische Blöcke, zusammengesetzt aus tausend Pressbündeln und mehr. Hier Walzen, dort Blöcke, so hoch gestapelt, dass die angelehnten Leitern nicht mehr bis oben hin reichen. Einige Ballen sind verpackt, andere von Dächern überspannt. Es gibt Würfel, Blöcke und Pyramiden. Manche sehen aus wie Maya-Tempel in Mexiko, andere wie antike Wallanlagen. Dort, wo erste Ballen schon herabgestürzt sind und sich Spalten auftun, denkt man wiederum unweigerlich an die romantischen Darstellungen von Burgruinen.
Neben diesen Fotos zeigt Bury, um seine gedanklichen Welten deutlich zu machen, Modelle seiner architektonischen Skulpturen. Im Hof des Museums wird für die Zeit der Ausstellung eine Bauernarchitektur entstehen.


Ausstellung: vom 02. April 2017 bis zum 28. Mai 2017

Dorle Obländer – Eine kleine Retrospektive

Eröffnung: am 02. April 2017, 11.00 Uhr
Musikalische Umrahmung: Eckhard Siebers
Einführung: Prof. Dr. Heinz Schilling

Dorle Obländer (1947 – 2016) hat in Schlüchtern gelebt und war seit 1992 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie hat das Steinauer Museum Brüder Grimm-Haus gerne besucht und schon 1999 wurden ihre Plastiken, die unter dem Titel „Grimms little losers“ entstanden waren, dort ausgestellt, die Verlierertypen im Märchen wurden da gezeigt und die Männer-WG, die von Sneewittchen wegen des Prinzen verlassen wurde, die hat dann auch nach dieser Ausstellung ihren festen Wohnsitzim Steinauer Amtshof bekommen.

Die griesgrämig dreinblickenden Zwerge sind inzwischen in unzähligen Fotoalben zu finden, kaum ein internationaler Tourist lässt sich nicht mit den verlassenen Herren fotografieren. So hat Dorle Obländers Werk den Weg in die ganze Welt genommen. Angefangen hatte sie mit den Betonfiguren. Bald kamen auch zeichnerische Experimente hinzu, die Malerei wurde ein zweites Standbein für die Künstlerin Dorle Obländer. Einen groß angelegten Märchen-Zyklus wollte das Museum Brüder Grimm-Haus im Frühjahr 2016 ausstellen. Leide sollte es anders kommen. Nun werden die Märchenbilder (18 konnte die Künstlerin noch fertigstellen, eines ist unvollendet geblieben) zusammen mit weiteren Werken von Dorle Obländer aus den letzten 20 Jahren im Rahmen einer kleinen Retrospektive doch im Steinauer Museum Brüder-Grimm-Haus präsentiert. „Ich mag das Skurrile und Komische in der Kunst und hoffe, man kann das in meinen Arbeiten wiederfinden.“Das hat die Künstlerin einmal über ihre Arbeiten gesagt. Das ist auch das Besondere an Dorle Obländers Kunst. Sie enttarnt mir komischen und skurrilen Elementen, die sie karikaturhaft einsetzt, manches, was hinter Masken verborgen ist. Menschen mit ihren unterschiedlichen Eigenheiten und Unzulänglichkeiten stehen bei Dorle Obländers Arbeiten immer im Vordergrund. Auch bei Märchenfiguren hat sie das Menschliche gesehen und ihre Eigenheiten in liebenswerter Weise dargestellt. Auf das Wesentliche reduziert, lassen ihre karikaturhaften Darstellungen schnell erkennen, wo die Schwachpunkte der dargestellten Personen liegen. Man kann schnell in ihren Gemälden und Betonplastiken erkennen, um was für Zeitgenossen es sich da handelt. Und, das ist wichtig, man lacht, aber man lacht nicht über die Dargestellten, man lacht mit ihnen.


Ausstellung: 25. September bis 13. November 2016

Heute koch ich , morgen brat ich

Bildpaare von Daniela Haug zum gleichnamigen Kochbuch von Stevan Paul

„Heute koch ich, morgen brat ich“, diese Aussage weckt bei vielen Menschen Kindheitserinnerungen und entführt sie in Märchenwelten voller Poesie, Fantasie und Genuss, klingt es doch fast so, wie Rumpelstilzchens Gesang am Feuer, und schon sind wir bei den Brüdern Grimm, was der Autor des Kochbuches „Heute koch ich, morgen brat ich…“ sich auch wünscht.
Die Märchenwelten der Brüder Grimm liegen ganz in der Nähe der Küche: Hier wie da geht es um eine genussvolle Auszeit vom Alltagsrauschen, um Familienzeit, schöne Stunden und gemeinsame Momente.

Inspiriert von den bekanntesten Märchen der Brüder Grimm entwickelte der Kochbuchautor Stevan Paul eine ganz eigene kulinarische Märchenwelt in 60 Rezepten, in der besondere Würzungen, viele alte Gemüsesorten und Kräuter eine wichtige Rolle spielen. Es gibt Brathähnchen mit Waldpilzen, Räubereintopf oder Rosenlikör.
In den Märchen der Grimms kommt dem Essen eher eine funktionale Rolle zu: Schneewittchen wird mit einem rotbackigen Apfel verführt und mit Brotkrumen versuchen Hänsel und Gretel den Weg zurück nach Hause zu finden, gerne aber wird zum guten Ende eines Märchens groß aufgetischt, geheiratet und geschlemmt, dass sich die Tische biegen, nur leider erfahren wir nie, was den hier so kredenzt wird?

Zum Glück gibt Stevan Paul auf diese spannende Frage in 'Heute koch ich, morgen brat ich' endlich neue Antworten!

Im Zusammenspiel mit den großartigen Fotografien von Daniela Haug (sie hat Bildpaare mit Fotos der Gerichte und Fotos, die die Stimmung des Märchens aufgreifen, geschaffen) entsteht so eine kulinarische Welt, wie es sie noch nie gegeben hat. Ein Buch zum Schmökern und Träumen, zum Kochen und Genießen!
Deftige bis raffinierte Alltagsgerichte finden sich im Buch und Familienrezepte, die auch kleinen Prinzessinnen und Prinzen schmecken, dazu Speisen und Mahlzeiten, die eines Königs würdig wären und ordentlich was hermachen, wenn Gäste vorbeischauen.

Wie immer bei Stevan Paul, sind die Rezepte obwohl traditionell, modern interpretiert und überraschen mit sehr leckeren Finessen, die jedes Gericht zu einem ganz besonderen Gaumenerlebnis machen!
Ein Hinweis sei noch gestattet: das Buch ist kein Diät-Kochbuch, viel Fleisch und Fisch kommen vor, nichts ist vegan, rohvegan oder paleo – es gibt gute deutsche Küche!

Der Autor Stevan Paul kommt aus der Bodenseegegend und lebt in Hamburg. Der gelernte Koch arbeitete in führenden Häusern der deutschen Gastronomie. Seit dem Jahr 2000 ist er als Journalist und Autor zahlreicher sehr erfolgreicher Kochbücher, Food-Stylist und Kolumnist eine echte Ikone der Foodie-Szene geworden. Zusammen mit der Berliner Fotografin Daniela Haug hat er neben dem Kochbuch „Heute koch ich, morgen brat ich“ das Buch „Auf die Hand“ verfasst, das Sandwiches, Burger, Toasts, Fingerfood und Abendbrot vorstellt, es entstand gemeinsam das Festival- und Campig-Kochbuch „Open Air“. Um Rezepte mit handwerklich gebrautem Bier geht es im „Craft Beer – Kochbuch“. Sie ist Mitbegründerin einer Filmproduktion in London und Berlin und verantwortet dort als Producerin zahlreiche Projekte. Als Fotografin publiziert sie in renommierten Magazinen zu den Themen Food und Reportage.

Märchenthemen werden hier einmal in ganz neuer Weise aufgegriffen und interpretiert, nicht nur beim Kochen werden hier die Sinne angesprochen. Stevan Paul und Daniela Haug haben hier ein Märchen-Hausbuch für das 21.Jahrhundert geschaffen, sie vergessen aber keinesfalls das, was das Märchen ausmacht und das beweisen alleine schon die Bildpaare von Daniela Haug.
Das Kochbuch wird natürlich auch während der Ausstellung im Brüder Grimm-Haus angeboten.


 

Ausstellung: 11. Juni 2016 bis 07. August 2016

Wir flogen zum Mond – und entdeckten die Erde

Das Museum Brüder Grimm-Haus Steinau präsentiert aus der Sammlung des Sinntaler Handschriftensammlers und Weltraum-Enthusiasten Erhard Belz Autogramme, Modelle, historische Original Exponate und „Space-Flown-Artefakts“ aus 60 Jahren Raumfahrtgeschichte.

Austellungseröffnung: 10. Juni 2016, 18.00 Uhr. Führungen mit Eberhard Belz am Wochenende auf Anfrage.

Seit Anfang der 90er Jahre sammelt der Sinntaler Erhard Belz Autogramme und Exponate, die mit der Raumfahrt in Verbindung stehen. Nun zeigt er erstmals in den Räumlichkeiten des Museums Brüder Grimm-Haus in Steinau an der Straße ausgewählte Stücke und Raritäten aus seiner Sammlung, die rund 60 Jahre Raumfahrtgeschichte bebildert.
Auch wenn es im ersten Moment seltsam erscheint, der Weltraum ist kein fremdes Thema in den Steinauer Museen. Unter dem Motto „Von Steinau auf die Straße ins All“ wird im Museum Steinau die in Steinau beheimatete Firma PACO – Paul GmbH & Co. KG mit einem von ihr hergestellten Bauteil der Ariane 5-Rakete, einem Filtersieb, das den Namen Gas Retention Device trägt vorgestellt. Auch jetzt beteiligt sich die PACO mit einigen Exponaten an der Ausstellung. Vom Grimmschen Märchen „Der Mond“ wollen wir hier gar nicht sprechen, da gibt es eine große Installation im Brüder Grimm-Haus.

Zu sehen sind in der Ausstellung aber auch ganz andere Dinge: Unterschriften von Hermann Oberth und weiteren deutschen Raketenpionieren, die später im Team von Wernher von Braun, dem Vater der Mondrakete, Raumfahrtgeschichte schreiben sollten. Zu den gezeigten Exponaten der frühen Raumfahrttage zählt auch ein Raketenspitze einer „Aggregat 4“, von der NS-Propaganda später „Vergeltungswaffe V2“ genannt. Weiter Autogramme vom ersten Menschen im Weltall, Juri Gagarin, der ersten Frau im Weltall, Valentina Tereschkowa und dem ersten „Weltraumspaziergänger“ Alexej Leonov belegen die Vorreiterrolle der damaligen Sowjetunion im beginnenden „Space Race“. US-Präsident Kennedy nahm den Wettkampf um die Vorherrschaft im Weltall an und verkündete Anfang der 60er Jahre das wagemutige Mondlandeprogramm „Apollo“. Von Kennedy wird eine Unterschrift aus seiner Zeit als US-Präsident gezeigt und auch von Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond.

„Apollo 8“ geflogenes Checklistenblatt und Space Shuttle “Columbia” Crewpullover
In der Ausstellung in Steinau sind chronologisch die großen Ereignisse der Raumfahrt von Anbeginn über die Mondlandung bis zur heutigen Internationalen Raumstation (ISS) in Wort und Bild dokumentiert. Ein Highlight der Ausstellung ist ein Original Checklistenblatt der „Apollo 8“-Mission. Es war beim ersten Flug der Menschen zum Mond dabei und trägt die Unterschrift von James Lovell, dem späteren Kommandanten von Apollo 13. Zu sehen sind auch Hitzeschildfragmente historischer Missionen und eine echt geflogene Kosmonautenpost, die beim ersten Flug eines Deutschen im Weltall mitgeflogen ist. Ein weiterer interessanter Weltraumbeleg ist mit der europäischen Trägerrakete Ariana 5 gestartet, mit dem Raumtransporter ATV zur ISS weitergeflogen und wurde beim letzten Flug eines Space Shuttle wieder mit auf die Erde gebracht.

Besonders stolz ist Belz, den Besuchern sein persönliches Lieblings-Exponat zu präsentieren. Es handelt sich um einen Crew-Pullover der 55. Space-Shuttle-Mission, besser bekannt als „Zweiten deutsche Spacelab-Mission D2“ aus dem Jahre 1993. Das Kleidungsstück trug der US-Pilot des Space Shuttle „Columbia“, Tom Henricks, während seines Aufenthaltes im Erdorbit. Das gute Stück flog insgesamt 6.701.602,926 Kilometer (160 Erdumrundungen), was in etwa 9 Flügen zum Mond (Hin- und Rückflug) entspricht.
Abgerundet wird die Ausstellung mit einem Blick zum Mars, oder besser vom Mars und den Zukunftsperspektiven rund um die neue Mond- und Marsrakete der Amerikaner, dem „Space Launch System (SLS).
Die Weltraumausstellung erinnert auch an ein Jubiläum: „20 Jahre Ariane 5 – eine europäische Erfolgsstory“
Der erste Start einer Ariane 5 war am 4. Juni 1996. Nach einer sehr kurzen Flugdauer drohte die Rakete aufgrund hoher aerodynamischer Kräfte, bedingt durch einen abrupten Kurswechsel, auseinander zu brechen. Die Rakete sprengte sich selbst. Nachträglich stellte man fest, dass der Absturz durch einen Softwarefehler entstanden war. Man hatte einfach von der Ariane 4 Teile der Software übernommen, obwohl diese für die neue Rakete gar nicht notwendig waren. Der Schaden betrug etwa eine halbe Milliarde US-Dollar. Dieser Fehlschlag gilt seither als der teuerste Softwarefehler aller Zeiten. Was folgt ist eine Erfolgsstory für die europäische Raumfahrt. Was nämlich für die Russen ihre „Sojus“ ist, ist für die Europäer ihre „Ariane 5“, ein Arbeitspferd zum Transport schwerer Lasten, hautsächlich Satelliten, ins All.

Steinauer Unternehmen PACO lieferte „Blasenfalle“ für die Ariane 5
In Steinau und so wird die Relevanz der Ausstellung in den Steinauer Museen deutlich, gibt es ein Unternehmen, welches als Lieferant für Luft- und Raumfahrt qualifiziert ist und einen kleinen Teil des Erfolges der Ariane 5 für sich verbuchen darf. Die Metallgewebe und Filterfabrik PACO - Paul GmbH & Co. KG eine spezielle Filterkomponente für die Treibstofftanks der obersten Ariane-Stufe, die in der Schwerelosigkeit störungslos funktionieren müssen. Damit das hoch komplexe Antriebs- und Steuerungssystem im All perfekt arbeitet, dürfen sich im Treibstoff für die Antriebssysteme keine Gasbläschen befinden, die zu Störungen führen könnten. Um dies zu verhindern kam aus der Fertigung von PACO eine Art „Blasenfalle“, die praktisch Luft aus dem Treibstoff „siebt“. Das Bauteil wurde komplett in Steinau konfektioniert, gefertigt und qualitätskontrolliert.

PACO auch auf dem roten Planeten - Mit 400 „mesh“ über den Mars!
Der mittlerweile schon berühmte Mars-Rover „Curiosity“ hat übrigens auch Steinauer Teile an Bord. Zu den Aufgaben des seit rund drei Jahren auf dem Mars arbeitenden Rovers in Kleinwagengröße gehört u.a. das Sieben von Mars-Bodenproben direkt vor Ort. Von allen Siebgewebe-Herstellern der Welt auf der Welt wurde die Fa. PACO ausgewählt, „Curiosity“ entsprechend auszustatten. Der Mars-Rover ist an seiner Vorderseite mit einem circa zwei Meter langen Roboterarm ausgerüstet. Mit dessen drei Gelenken lässt er sich ähnlich dem menschlichen System aus Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenk bewegen. So können Instrumente sehr gezielt und nah zu den Zielobjekten auf dem Marsboden gelenkt werden. Am vorderen Ende des Roboterarms befinden sich ein Bohrsystem, eine Baggerschaufel, eine Bürste und ein PACO-Sieb mit Auffangbehältern. Dieses Instrumentarium ist auch dazu in der Lage, Bodenproben aus tieferen Schichten zu gewinnen und Löcher in Felsen zu bohren. Das Material eines Bohrkerns wird jeweils pulverisiert, um dann zum Filtersystem befördert zu werden. Es verfügt ebenfalls über mehrere Siebe mit PACO-Geweben (400 mesh und feiner). Alles in allem ist PACO damit Teil des komplexesten und produktivsten Forschungssystems, das bislang in der Weltraumforschung eingesetzt wurde und wird – von der erdnahen Internationalen Raumstation ISS einmal abgesehen.

Die ungewöhnliche und sehenswerte Ausstellung präsentiert also nicht nur Raumfahrtgeschichte sondern kommentiert die aktuellen entwicklungen.


 

Ausstellung: 20. März bis 04. Juni 2016, täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr

Kinder-Kaiser-Kommerz:
Kinder- und Märchenmotive auf Reklamemarken
der Kaiserzeit aus der Sammlung Dathe

Fast jedes Kind sammelte im frühen 20. Jahrhundert Reklamemarken. Mit Witz und Humor oder naivem Charme wurden unzählige Reklamemarkenserien gestaltet. Das Märchen wurde bei der Motivauswahl von den Künstlern besonders bevorzugt und Märchenmotive waren bei den Kindern besonders beliebt.

Märchen mit ihrem positiven Ende waren allgemein bekannt. Alle Probleme werden gelöst, Wünsche gehen in Erfüllung, Wunder geschehen. Genau das verspricht uns auch die Werbung beim Kauf einer Ware. Die mythologischen Symbole aus dem Märchen werden gezielt eingesetzt, um zum Konsum zu verführen und in Folge ein positives Lebensgefühl in Aussicht zu stellen. Das Märchen von Hänsel und Gretel mit dem sicher stärksten Symbol der Verlockung, dem Pfefferkuchenhaus, ist daher wohl am häufigsten auf Reklamemarken vertreten. Für Steiner's Paradiesbetten wirbt das Bett hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, auf dem Schneewittchen nach seiner Flucht endlich Ruhe gefunden hatte. Die heile Welt versprechen am Ende auch die „Bremer Stadtmusikanten“, „Hans im Glück“, „Der gestiefelte Kater“, „Tischlein deck dich“, „Rumpelstilzchen“, „Dornröschen“ oder „Der Wolf und die sieben Geißlein“.

Die Märchen suggerieren uns in der Werbung, dass man Glück, Erfolg und Gesundheit einfach nur kaufen kann. Dies wird mit den Reklamemarken aus der Sammlung von Martina und Lutz Dathe gezeigt, wobei nicht nur die moralische Werbeaussage im Mittelpunkjt steht, manchmal ist es einfach die feine Graphik der über 100 Jahre alten Werbemarken, an denen man sich erfreuen kann. Die bunte Auswahl an Kinder- und Märchenmotiven bei Reklamemarken wird noch durch Beispiele von Märchen in der Werbung allgemein ergänzt, auch seltene Beispiele aus der Region werden in der Ausstellung gezeigt.


 

Ausstellung: vom 25. 1. bis 13.3.2016

Engelbert Fischer: „Licht und Schatten“ - Büttenpapier-Reliefs

Im Museum Brüder Grimm-Haus in Steinau an der Straße werden vom 25. Januar bis zum 13. März 2016 Büttenpapier-Reliefs des in Rodenbach bei Hanau lebenden Künstlers Engelbert Fischer gezeigt.
Die Technik, Fischer nennt sie „Gravitage“ und hat sie sich beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen, hat der Künstler selbst entwickelt.


 

Alle Bildobjekte werden barfuß in hochwertige handgeschöpfte Büttenpapiere getreten, das eigene Körpergewicht lässt so die Reliefs entstehen, die zum Teil mit Blattgold, oder Farbhinterlegungen veredelt. werden
Als Motive kommen für Fischer sowohl Kanaldeckel, als auch Straßenbelage, Pflastersteine oder historische Böden in Gebäuden oder auf Wegen in Frage, es entstehen aber auch Gravitagen von anders gearteten Reliefs.

Der 1947 in Regensburg geborene Engelbert Fischer ist von Hause aus ein klassischer „Jünger Gutenbergs“. Seit einem halben Jahrhundert lebt und arbeitet er mit Text, Farbe, Papier und Metall. „Familiär vorbelastet“ begann er mit 14 eine Lehre als Buchdrucker bei Pustet in Regensburg. Die Schwarze Kunst faszinierte ihn vom ersten Tag an und die prachtvollen Bildbände, die bei Pustet entstanden, öffneten ihm den Blick für die „große“ Kunst.

Mit dieser umfassenden Ausbildung erfolgte in den 70er Jahren der Wechsel zur Druckerei der Diözese Regensburg. Berufsbegleitend absolvierte Engelbert Fischer ein BWL-Studium und wurde Prokurist und Verkaufsleiter bei der Diözesandruckerei.
1984 wechselte er als Betriebsleiter verschiedener Firmen nach München und machte sich schließlich 1988 in Landshut selbständig als Produktmanager für große bayerische Werbeagenturen.
Die Selbständigkeit ermöglichte es ihm, seine lang gehegten künstlerischen Ambitionen auch praktisch umzusetzen. Als Künstler ist er fasziniert von den landschaftlichen, kulturellen und soziodemographischen Gegensätzen unserer Zeit.
Es begann mit Öl- und Acrylmalerei, bald entstanden auch Bildobjekte aus anderen Materialien wie die Reliefarbeiten in schwerem und wertvollem Büttenpapier.
Es folgten Ausstellungen in München, Regensburg, Straubing, Landshut, Spiegelau, Niederrodenbach, Bad Orb und im Rathaus von Rodenbach (Dauerausstellung).
Für die KUNO Kinderkrebsklinik in Regensburg schuf er ein Glasobjekt, welches im Eingangsbereich der Uni-Klinik steht. Engelbert Fischer ist inzwischen im Ruhestand, was die zeitlichen und inhaltlichen Möglichkeiten für künstlerische Betätigung ausweitet.
Mittlerweile lebt er in Oberrodenbach und engagiert sich mit seiner Lebensgefährtin Edith Arnold für soziale Projekte und widmet sich ganz seiner Kunst.
Die Ausstellung wird am 24. Januar um 11.00 Uhr eröffnet, der Künstler ist anwesend.
Die Ausstellung ist bis zum 13. März 2016 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zu sehen.
Am Internationalen Museumstag (22. Mai 2016) Wird Engelbert Fischer im Hof des Brüder Grimm-Hauses die Technik der Gravitage vorführen und mit Besuchern entsprechende Reliefs auf dem markanten Pflaster erstellen.


Mitnasch-Ausstellung:

Kakao & Schokolade • Von der bitteren Frucht zur süßen Leckerei

Eine Mitnasch-Ausstellung – die Attraktion für Kinder und Jugendliche, Familien, Schulklassen und Gruppen.

 Anfassen, ausprobieren, selbst machen, das sind die Stärken der Ausstellung „Kakao und Schokolade, die vom 13. Oktober 2015 bis zum 17. Januar 2016 im Steinauer Museum Brüder Grimm-Haus zu sehen ist.

Mit der Mitnasch-Ausstellung „Kakao & Schokolade“ können die Besucher eine
Sinnesreise zum Ursprung des Kakaos machen: in den tropischen Regenwald reisen, erfahren, wo der Kakao wächst und bei Führungen in der modernen Schokoladenfabrik der Ausstellung auch Schokolade selbst herstellen.
Eingestimmt mit Geräuschen aus dem Regenwald kann man eine frisch aufgeschnittene Kakaoschote kosten. Schmecken die Kerne nach Schokolade? Wächst der Kakao auf Bäumen?
Weiter geht die Reise auf eine afrikanische Plantage. Was ist Fermentierung und wie sehen die Bohnen nach der Fermentierung aus? Zwischenstopp in Mexiko: Auf Reibsteinen werden Kakaobohnen zu Pulver zerrieben. Wie schmeckt „Xocolatl“? Wer hat das getrunken?
Am Ende wird in der Schokoladenfabrik Schokolade selbst hergestellt. Was ist eigentlich in der weißen Schokolade drin?
An den sorgfältig ausgearbeiteten und ausgestatteten Mitmachstationen zu den Schwerpunkten Kakaobaum und Kakaofrüchte, Plantage, Kakao bei den Azteken und Schokoladenfabrik wird Lernen zum Vergnügen.
Bei Führungen, die für Einzelbesucher an jedem Samstag um 15.00 Uhr und an jedem Sonntag um 11.00 Uhr stattfinden und die für geschlossene Gruppen (Schulklassen, Kindergarten-Gruppen, Ausflüge, Geburtstage etc.) jederzeit gebucht werden können (Infos und Buchungen unter 06663/7605), wird das alles entsprechend erläutert und dabei wird auch Schokolade selbst hergestellt.
Zum Steinauer Weihnachtsmarkt wird es zusätzliche Termine geben.

Preise für Gruppen (aus technischen Gründen können Gruppen nur bis maximal 20 Personen große sein):
Kindergruppe bis 15 Personen 80,00 Euro, jedes weitere Kind 5,00 Euro
Erwachsenengruppe bis 15 Personen 120,00, jede weitere Person 8,00 Euro

Offene Führungen an Samstagen und Sonntagen:
Erwachsene 10,00 Euro
Kinder 7,00 Euro
Familie 15,00 Euro


 

Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft zu Gast im Brüder Grimm-Haus

29.01.52 – zwei Zeichner

Eine neue Ausstellung im Brüder Grimm-Haus Steinau, die vom 03. September bis zum 04. Oktober 2015 im Brüder Grimm-Haus Steinau zu sehen ist, zeigt Werke der beiden Künstler Klaus Puth und Nicolas Vassiliev, Mitgliedern der Frankfurter Künstlergesellschaft.
Zu dieser Ausstellung wird es keine Eröffnungsveranstaltung geben, aber am 02. Oktober findet ab 18.00 Uhr eine Finissage mit den beiden Künstlern statt und da wird es ein interessantes Programm geben.
Klaus Puth und Nicolas Vasiliev wurden beide am gleichen Tag geboren, am 29. Januar 1952. Der eine in Frankfurt am Main, der andere in Paris. Obwohl am gleichen Tag geboren, die künstlerische Entwicklung der beiden Künstler verlief sehr unterschiedlich und auch ihre Arbeiten


Der Maler, Zeichner, Karikaturist und Autor Klaus Puth studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Seine Zeichnungen sind in zahlreichen Zeitschriften und Büchern erschienen. Besonders bekannt sind die von ihm entwickelten Cartoonfiguren, etwa die Gans. In den letzten Jahren sorgten seine Yoga-Kühe für ganz neue sportliche Akzente. Klaus Puth schuf zahlreiche farbige-lebensfrohe Gemälde im suerralistischen Ambiente, versteht es aber auch, mit der Feder Illustrationszyklen , etwa für den anonymen spanischen Roman Lazarillo de Tormes aus dem 16. Jahrhundert, für Grimmelshausens Simplizissimus, oder für Tono Monogatari, eine Japanische Märchensammlung in einem düster-romantischen Stil zu schaffen. Der Illustrationszyklus zum Roman „Der Golem“ von Gustav Meyrink ist für Puth technisch Neuland. Er arbeitete hier mit der Rohrfeder und in Ölfarben. Diesen Zyklus bezieht sich auf den im Jahr 1915 erschienenen Roman „Der Golem“. Der Golem gilt als ein Klassiker der phantastischen Literatur. Es handelt sich bei dem Roman nicht um eine Adaption der jüdischen Golem-Sage im engeren Sinn, sondern um ein impressionistisches Traumbild vor dem Hintergrund der Sage, die beim Leser letztlich als bekannt vorausgesetzt wird. Natürlich spielt Freuds Gedankengut eine wichtige Rolle. Die Titelfigur die Titelfigur des Golem taucht im Roman selber gar nicht auf; inwieweit der Ich-Erzähler selbst phasenweise die Gestalt des Golem annimmt, bleibt offen.

Nicolas Vassiliev lebt seit 1972 in Frankfurt und studierte , Zeichnung, Druckgrafik bei Professor Raimer Jochims an der Frankfurter Städelschule. Seit 1980 entstehen seine Wandmalereien in und um Frankfurt, so etwa die Zebra-Anamorphose im U-Bahnhof Zoo oder die Wandmalereien in der Sachsenhäuser Gaststätte „Zum Kanonensteppel“ in der Textorstraße. Seit 1984 entstehen seine Portrait-Tuschezeichnungen mit dem Rapidographen. Diese Portraitzeichnungen werden in Tusche mit Rapidograph ohne Vorzeichnung vor dem lebenden Modell realisiert, sowie alle Portraits von Nicolas Vassiliev. Die Lebendigkeit dieser Arbeiten entsteht in der authentischen Atmosphäre, die die Sitzungen prägt. Er legt Wert auf einem Austausch mit dem Modell (man unterhält sich während der Sitzung) und auf der Spannung zwischen diesem entspannten Aspekt der Arbeit und des Zeitdrucks, die konzentrierte Betrachtung in etwa einer Stunde aufs Papier zu verdichten. Die Zeichnungen gelingen nicht immer auf Anhieb. Neben gelungenen Ersttreffern geschieht es nicht selten, dass erst ein späterer Versuch gelingt. Es sind auch solche Portraits aus rund 30 Jahren, die Vassiliev in der Ausstellung zeigt.
Vassiliev absolvierte ab 1991 eine Schriftsetzer-Ausbildung und ist seit dieser Zeit auch mit Computergraphik beschäftigt. Es entstehen aber auch zahlreiche freie Arbeiten im Stil.
Weitere Informationen zu den Künstlern gibt es auf ihren Homepages: www.klausputh.de und www.vassiliev.info


Ausstellung: vom 12. Juli bis zum 30. August 2015

Eberhard Hoff - Malerei und Grafiken

Das Brüder Grimm-Haus präsentiert in der Ausstellung einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen des Gründauer Künstlers aus den letzten Jahren.

Hoff, der bereits 2008 in der Steinauer Markthalle eine beachtenswerte Ausstellung hatte, zeigt auch diesesmal in seinen Arbeiten ein farbiges und formenreiches Umsetzen seiner Fantasie. Die zum Teil expressiv und surreal ausgelegten Arbeitenstehen für den Stil des Malers.
Die Eröffnung am 19. 07. 2015 ist um 11.00 Uhr.

Hierzu sind alle Interessenten herzlich eingeladen!

 

 

 

 


 

Ausstellung:  vom 30. April 2015 bis 12. Juli 2015

Antoine de Saint Exupéry:
Le petit Prince – Der kleine Prinz, die Lithografien

Das Brüder Grimm-Haus Steinau zeigt vom 30. April 2015 bis zum 12. Juli 2015 Lithografien mit den Illustrationen zu „Der kleine Prinz“, die der Autor Antoine des Saint Exupéry für seine märchenhafte Erzählung geschaffen hat.

Lithografien zu Der kleine Prinz
© Sussession Antoine de Saint Exupéry

 

Das Buch
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
„Das worauf es im Leben ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.“
„Man ist zeitlebens für das verantwortlich, was man sich vertraut gemacht hat.“
„Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.“>

 

Diese Zitate aus dem Buch „Der kleine Prinz“ sind mittlerweile weltweit bekannt. Das 94-seitige Büchlein entsprang einer Begegnung Antoine des Saint Exupérys mit seinem Verleger Eugene Reynal im New Yorker Cafè Arnold im Frühjahr 1942. Saint Exupéry, in Amerika auf der Flucht vor den Besatzern seiner französischen Heimat und zugleich in einer tiefen Schaffenskrise, kritzelt gedankenverloren auf die Papiertischdecke das Bild eines kleinen Jungen. Auf Reynals Anregung hin entsteht daraus ein Märchen, nicht nur für Kinder. Der so entstandene Buch-Klassiker wurde bis heute in rund 180 Sprachen übersetzt und zählt, nach der Bibel, dem Roten Buch Maos, den Werken Lenins und den Grimmschen Märchen zu den meistübersetzten Werken der Weltliteratur.

 

Der Autor
Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren. Zwei Leidenschaften prägten sein Leben: das Fliegen und das Schreiben.
Seit 1923 bereiste Saint-Exupéry als Pilot Teile Europas, Afrikas und Amerikas. Er führte Experimental- und Rekordflüge durch. 1935 wurde er nach einer Notlandung in der ägyptischen Wüste durch Beduinen gerettet.
Im Zweiten Weltkrieg diente Saint-Exupéry als Pilotenausbilder, später als Pilot bei einem Aufklärungsgeschwader. Ende 1940 floh er in die USA. Dort verarbeitete er seine Kriegserlebnisse literarisch. Anfang 1943 publizierte er in New York das Buch „Le petit Prince“ („Der kleine Prinz“). Nach seiner Rückkehr im Mai 1943 wurde er während eines Aufklärungseinsatzes am 31. Juli 1944 über dem Mittelmeer abgeschossen.

 

Die Geschichte
„Der kleine Prinz“ ist die Geschichte eines Piloten, dem nach einer Bruchlandung in der Wüste ein goldhaariger kleiner Prinz begegnet. Er stammt von einem kleinen Stern und befragt den Piloten zum Leben auf der Erde.
In der Erzählung „Le petit Prince“ mischen sich autobiographische und märchenhafte Elemente. Obwohl der Autor die Erzählung für Kinder geschrieben hatte, wurde sie mit ihrer philosophischen Betrachtung und den allgemeingültigen Aussagen über die Wet vor allem von Erwachsenen geschätzt.
Am 6. April 1943 erschien in New York die erste englische, kurz darauf auch die erste illutrierte französische Ausgabe. Saint Exupéry betrachtete dieses Büchlein als Gesamtkunstwerk, in dem Text und Bild auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin untrennbar zusammen gehören sollten.
Die Ausstellung zeigt 20 Farblithographien mit den Illustrationen, die Antoine des Saint Exupéry selbst für sein Werk geschaffen hat. Sie wurden von der Sammlung Michael-Andreas Wahle für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.


 

JAHRESAUSSTELLUNG 2014: 9. November bis 7. Dezember 2014

Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft zu Gast im Brüder Grimm-Haus

Auch im Jahr 2014 präsentieren sich Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft im Steinauer Brüder Grimm-Haus. In diesem Jahr sind es der Fotograf Klaus-Ludwig Schulz, der Bildhauer Hermann zur Strassen und der Maler Claus Delvaux. Sie zeigen vom 09. November bis zum 07. Dezember ihre Arbeiten in den Sonderausstellungsräumen des Steinauer Museums. Die Eröffnung der Ausstellung, alle Interessenten sind hier herzlich willkommen, findet am 09. November um 11.30 Uhr statt.

Klaus-Ludwig Schulz ist seit 2011 der erste Vorsitzende der Frankfurter Künstlergesellschaft. Nach einem Jura-Studium absolvierte er noch ein Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
Bei seiner künstlerischen Arbeit interessieren ihn gesellschafts- und sozialpolitische Themen. Er verwendet die gestalterischen Techniken, mit der das Thema am eindrucksvollsten dargestellt werden kann. Dies kann mit fotografischen Techniken erfolgen, mit Installationen, mit grafischen oder malerischen Mitteln. In der Fotografie stehen für ihn Mensch und Tier, die Landschaft oder das Stadtbild im Vordergrund. Dabei spielen Licht- und Beleuchtungssituationen eine vorrangige Rolle.
Die nun in Steinau ausgestellte Fotoreportage „Die Schlachtung“ entstand auf einem Bauernhof im Elsass und zeigt neben dem chronologischen Ablauf auch den würdigen Umgang mit einem geschlachteten Tier. Manche Fotografien erinnern an die Romantik der flämischen und niederländischen Gemälde des Mittelalters.

Hermann zur Strassen wurde an der Städelschaule in Frankfurt ausgebildet. Ihn interessiert der Mensch in seiner Körperlichkeit, in seiner geistig emotionalen Verfasstheit und seiner komplexen Widersprüchlichkeit. Ein so entstehendes Thema versucht er dann auf seine Begriffsebene zu reduzieren, um darüber zu seiner plastischen Dimension zu kommen. In Steinau ist es allerdings nicht der Mensch, der gezeigt wird, Hermann zur Strassen stellt seine Tierplastiken vor.

Das Skizzenbuch des Malers Claus Delvaux, dem dritten Künstler, ist die Kamera. Ansichten von Landschaften, Städten, Architekturen, Straßenzügen, Menschen und Lichtstimmungen sind die "Bausteine" seiner. Bilder. Dabei spielt er mit der Realität. Seine aus Bildteilen entstandenen Malereien erwecken im Betrachter ein Déjà-vu-Erlebnis. Bekannte Stadtansichten, Bildausschnitte und Gebäude machen uns glauben, das Bild schon einmal gesehen zu haben. Täuschend echt führen sie uns seine malerische Realität vor Augen.
Claus Delvaux studierte Malerei an der Städelschule und anschließend Kunstpädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt.


31. August 2014 bis 02. November 2014

Sonderausstellung in enger Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum Tono/Japan

Sasaki Kizen – der Japanische Grimm

Die Ausstellung „Sasaki Kizen – der Japanische Grimm“ soll vor allem in Hessen deutlich machen, wie die bewusst zusammengetragene und wissenschaftlich aufgearbeitete Märchensammlung der Brüder Grimm, sozusagen von Hessen ausgehend, weltweit gewirkt hat und sowohl die Literatur als auch die Volkskunde verschiedener Länder, hier im Spezialfall in Japan“ beeinflusst hat. Die Vorgehensweise der Brüder Grimm hat das Sammeln und Edieren von Märchen weltweit revolutioniert, nicht nur In Deutschland oder Europa (da gibt es ja hinlängliche Untersuchungen), sie haben mit ihrer Sammlung weltweit vorbildhaft gewirkt.

Da kann dann die Vorgehensweise des japanischen Schriftstellers und Märchensammlers Sasaki Kizen (1886 – 1933) betrachtet und untersucht werden, ebenso die des Volkskundlers und Bearbeiters seiner Märchen Kunio Yanagita (1875 – 1962), er hat einen Teil der Texte Kizens 1910 unter dem Titel „ Tono Monogatari“ (Geschichten aus Tono) ediert. Yanagita begründete die Volkskunde als Wissenschaftszweig in Japan war und der erste entsprechende Professor in Tokio). Beide haben mit der Methode der Brüder Grimm gearbeitet haben und einen großen Bestand japanischer Volksmärchen so überhaupt erst niedergeschrieben und einem größeren Leserkreis zugänglich gemacht.

Die Brüder Grimm und ihre Märchensammlung haben hier eine absolute Vorbildfunktion. Nicht umsonst wird in der weiteren Rezeption Kizen als der „Japanische Grimm“ bezeichnet. Dies spricht natürlich auch für die Ehrerbietung der Japaner gegenüber der Sammelmethode der Brüder Grimm. Es zeigt sich so, dass die Brüder Grimm mit ihrer Märchensammlung und dem großen Erfolg, den diese Sammlung erzielte, direkt und indirekt weltweit gewirkt haben. Die Arbeit der japanischen Märchensammler und Editoren Kizen und Yanagita wird in der Ausstellung gezeigt.

Dort wird auch vergleichen, wie die Grimms und wie Kizen/Yanagita gearbeitet haben, dass auch angeregt durch die Arbeitsweise der Brüder Grimm zum Beispiel bestimmte Personen aus dem Volk befragt wurden und es auch in Japan so etwas wie eine „Märchenfrau“ gibt. Dorothea Viehmann hat da ganz bewusst ihr asiatisches Gegenstück gefunden. Auch in der Darstellung der Methode der japanischen Sammler wird die Arbeit und die Bedeutung der Brüder Grimm weltweit in besonderer Weise gewürdigt. Das spezielle Beispiel aus Japan macht deutlich, dass die Brüder Grimm weitreichend gewirkt haben und ohne die Arbeit und den Erfolg der Brüder Grimm weltweit die Märchen-Rezeption sicher nicht in dieser Bedeutung verlaufen wäre.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Illustrationen zu den Texten aus dem Band „Tono Monogatari“, die Klaus Puth geschaffen hat.
Diese Illustrationen werden auch in der ersten deutschen Übersetzung verwendet, die das Brüder Grimm-Haus bis zur Buchmesse 2014 herausbringt.


 

22. Juni 2014 bis 24. August 2014
Ausstellung im Brüder Grimm Haus Steinau:

„Geschick und Geschichte“
ein Künstlerisches Projekt von Jesekiel

Vom 22. Juni bis zum 24. August ist das Brüder Grimm Haus die 11. und letzte Ausstellungsstation der Wanderausstellung des künstlerischen Projektes “Geschick und Geschichte“ des in Gelnhausen lebenden Künstlers Jesekiel (Benedikt C. Wallisser).

Die Ausstellung dokumentiert in je 12 Tuschbildern und Textcollagen die persönliche Auseinandersetzung des Künstlers mit Gebäuden, Menschen und Natur des Main-Kinzig-Kreises, die den Betrachter zu den Lebenspuren seines Umfeldes führen möchten.

Entstanden sind die Werke im Jahr 2012 in achtmonatiger Recherche und künstlerischer Ausführungsarbeit mit anschließender Wanderausstellung durch den Main-Kinzig-Kreis.

Das konzeptuelle Projekt bestand ursprünglich aus drei gleichberechtigten Teilen. Die Recherche, die künstlerische Interpretation der hinterlassenen Lebenspuren in Form und Farbe und die großangelegte Wanderausstellung durch den Kreis.

Später wurde „Geschick und Geschichte“ um das konzeptuelle Projekt „Meine Art die Welt zu sehen“ (eine Zusammenarbeit mit Künstlern des Kunstraumes Brockenhaus Hanau (BWMK) die zeitweise als Sonderausstellung mitpräsentiert wurde) erweitert.

Zum Künstler: Benedikt C. Wallisser lebt und arbeitet seit 2011 in Gelnhausen. Thematisch befasst er sich vor allem mit individueller und gesellschaftlicher Entwicklung. Diese Prozesse bearbeitet er in Bild, Objekt und Text.
Die Ausstellung „Geschick und Geschichte“ ist vom 22. Juni bis 24.August 2014 im Brüder Grimm Haus in Steinau an der Straße und kann täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.
Die Eröffnung findet am 22. Juni um 11.00 Uhr statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Weiterführende Informationen zu Künstler und Projekt finden Sie auf der Internetseite www.jesekiel.de
 


 

Ausstellung 23. März 2014 bis 15. Juni 2014

Helmut Jahn (1936- 2013)
Eine Werkschau – Bilder, Objekte, Texte

Helmut Jahn Maler bei der Arbeit und zwei seiner Bilder

Der Maler Helmut Jahn (1936 in Budapest geboren, 2013 in Gelnhausen verstorben) wurde 2008 vom Main-Kinzig Kreis für sein künstlerisches Lebenswerk mit der Verleihung des Kulturpreises geehrt. Helmut Jahn lebte seit 1998 in Bad Orb, im sog. Kleinsten Haus und war schon bald ein ganz wichtiger und eigener Bestandteil der Kunst- und Kulturszene des Main-Kinzig-Kreises und darüber hinaus. In den letzten Jahren ist er durch eine Reihe außergewöhnlicher Ausstellungen in die Öffentlichkeit getreten. Vielen Pendlern ist sicher sein Monumentalwerk Augengarten (7 x 32 m) noch in Erinnerung, das 2003 als wohl größtes Gemälde der Welt die Eingangshalle des Frankfurter Hauptbahnhofs zierte. Vorher wurde es auf der Hanauer Landesgartenschau gezeigt. Es wurde der Baustelle des CongressPark vorgeblendet. Dabei war zu erleben, wie die Malerei Helmut Jahns in den städtischen Raum eingreift, ja ihn sogar beherrscht.
Seine großformatigen abstrakt-expressionistischen Bilder wirken wie musikalische, in Farbe umgesetzte Kompositionen. Seine Bilder sparen nichts aus: weder das pralle Leben noch den Tod, sind Freude und Schmerz, hoffnungslos und reich beglückend zugleich, erdrückend und schwerelos.
Helmut Jahn bezeichnete sich selbst als "besessenen" Arbeiter - und schaut man sich sein Lebenswerk an, dann muss das wohl stimmen: Arbeit in Werbeagenturen, Zeitungen, Verlagen. Freischaffend und engagiert in künstlerischen Gemeinschaften, schreibend und lehrend. Er war ein unermüdlicher, der begeistern kann.
Eine Werkschau mit Gemälden, Objekten und Texten ehrt nun zum ersten Todestag den Künstler, der sich immer eine Ausstellung im Brüder Grimm-Haus in Steinau gewünscht hatte.

Eröffnung am 23. März 2014 um 11.00 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

 


 

Ausstellung - noch bis zum 16. März 2014: 

Moderne Märchen

Fotografien von Thomas van de Scheck

 

Thomas van de Scheck, wurde 1965 in Kairo geboren, wo seine Eltern beruflich tätig waren. Er ließ sich von 1985 bis 1988 zum Lithografen ausbilden. Im Anschluss erweiterte er sein Arbeitsspektrum in verschiedenen kreativen Bereichen, zunächst war er als Tontechniker für Radio Hamburg und Klassik Radio tätig. Wichtig war für ihn aber die Arbeit als Assistent bei dem Hamburger Modefotografen Lars Matzen. 1998 erwirbt er eine erste Kamera, ein Jahr später entstehen erste freie Fotographien. Seine ersten Modelle kamen aus der Tattoo- und Piercing-Scene, bald kamen auch Modelle aus der Fetisch-Szene dazu. Seit 2002 lebt und arbeitet Thomas van de Scheck als freier Fotokünstler in Fulda.

Er hat seinen speziellen Stil entwickelt und sein Name ist inzwischen eine Marke geworden. Er hat lange mit verschiedenen Kunstformen experimentiert, um seinen Gedanken Ausdruck zu geben und so ein Ventil für seine Empfindungen und Kritiken zu finden. Gesellschaftlich engagiert wollte er mehr als nur einem bürgerlichen Beruf nachgehen und am Abend vor dem Fernseher sitzen. Nach und nach entwickelte sich der Stil, der heute für Thomas van de Scheck typisch ist. Es sind Bilder, die sich auf das wesentliche beschränken und das zeigen, worauf es ihm ankommt. Trotz vieler unterschiedlicher Tätigkeiten im Medienbereich, es lässt sich bei seinen Arbeiten ein roter Faden erkennen: es ist sein Interesse an allem, außer am Mainstream. Es ist das massive Interesse am Menschen. Er provoziert gerne. Er will aber auch mit seinem Schaffen ein Publikum erreichen.

Matinee: Am 26. Januar um 11:00 Uhr findet eine Matinee mit dem Künstler statt.  

Begleitbuch: Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch (ISBN 978-3-88462-350-3) erhältlich.


 

JAHRESAUSSTELLUNG 2013: 3. November bis 1. Dezember 2013

Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft zu Gast im Brüder Grimm-Haus

Bilder zur Jahresausstellung 2013

Schon zum vierten Mal präsentieren Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft einen Querschnitt durch ihr Schaffen im Steinauer Brüder Grimm-Haus

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten beziehen sich nicht auf Märchen, sind nicht als Illustrationen gedacht und doch, die zarten Gebinde von Peter Engel, die scharf umrissenen farbigen Portraits von Matthias Kraus oder die poetischen Plastiken von Martin Konietschke gemahnen an Stimmungen, wie wir sie aus dem Märchen kennen und lieben.

Zur Ausstellung erschient, wie schon in den vergangenen Jahren, ein Begleitheft.


 

Ausstellung vom 8. September bis zum 27. Oktober 2012

Klaus Puth – Die Brüder Grimm und das Rätsel des Froschkönigs

Kur-DornröschenKlaus Puth, in den letzten Jahren durch seine Zeichnungen der Yoga-Kühe immer wieder im Buchhandel vertreten, ist schon lange mit dem Brüder Grimm-Haus Steinau verbunden! Schon als Kind haben ihn die Märchenillustrationen von Ruth-Koser-Michaels beeindruckt und diese Bücher besitzt er noch heute. Sein Gemälde „Märchenland“ ist in der Dauerausstellung des Museums zu bewundern, seine Illustrationen zum König Drosselbart kann man im Museum Steinau in Augenschein nehmen. Klaus Puth beschäftigt sich schon lange mit dem Märchen und jüngst entstanden seine Zeichnungen zum Leben der Brüder Grimm als Illustrationen für Andreas Venzkes Buch „Die Brüder Grimm und das Rätsel des Froschkönigs , das im Arena-Verlag erschienen ist. Neben diesen Zeichnungen stellt Klaus Puth im Brüder Grimm-Haus Steinau nun vom 8. September bis 27. Oktober 2013 auch weitere Arbeiten zu den Brüdern Grimm und Märchen vor, etwa die Brüder Grimmschen Kur-Märchen, wo sich manche Märchenfigur mit einem 800-Kalorien-Tellerchen herumschlagen muss oder beim Nordic-Walking beobachtet werden kann. Aber auch ältere Arbeiten, so die linkshändig gezeichnete und getextete Serie „Grimms Möhrchen“ wird in dieser Ausstellung wieder zu sehen sein. Die Ausstellung wird so nicht nur die Lebensstationen der Brüder Grimm in zahlreichen pointierten Zeichnungen vorstellen und vielleicht ganz neu beleuchten, die Ausstellung wird auch manch humorvollen Aspekt bei mancher schon lange bekannten Märchenfigur ganz neu manifestieren.

Ausstellungseröffnung: 8. September 11.00 Uhr


 

Originelle Märchenbilder im Main-Kinzig-Forum ausgestellt

Alte Märchen – Neu illustriert von Klaus Häring

Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm – Die Märchen der Erstausgabe von 1812

Ungewöhnliche Illustrationen zu den Märchen der Brüder Grimm sind noch bis zum 29. August im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums zu sehen. Die farbenfrohen Darstellungen bekannter Szenen sind Teil der Ausstellung „Alte Märchen, neu illustriert“.
Die Abbildungen gehören zu einem Projekt, welches der Kunsthistoriker und Leiter des Brüder Grimm-Hauses und des Museums Steinau, Burkhard Kling, gemeinsam mit dem Cartoonisten und Comic-Zeichner Klaus Häring anlässlich der GRIMM-Jubiläumsjahre realisiert hat. Entstanden ist ein neues und ungewöhnliches Märchenbuch, in dem die ursprünglichen 85 Texte aus dem Jahr 1812 mit frechen, modernen Zeichnungen illustriert worden sind.
Der Künstler hat sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit den Green-Hill-Toons, kleinen Comic-Strips zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth einen Namen gemacht. Über diese Arbeiten und den Bezug Wagners zu den Grimm-Werken war auch Burkhard Kling auf seine originelle Bildsprache aufmerksam geworden. Das Ergebnis ist ein reizvoller Kontrast der farbigen Comics zu der historischen Märchensammlung. In der Ausstellung im Main-Kinzig-Forum werden daher nicht nur die Illustrationen gezeigt, sondern auch das fertige Märchenbuch.
Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gelten als die wichtigste Märchensammlung der Weltliteratur. Der erste Band erschien am 20. Dezember 1812. Diese ursprünglichen Märchen sahen zum Teil ganz anders aus, als viele der heutigen Versionen. Beispielsweise hatte „Sneewitchen“ hier noch keine böse Stiefmutter, nein es ist die leibliche Mutter, die sich böse zeigt und so manches Märchen wurde später gar vollständig aus der Sammlung entfernt.
Das Brüder-Grimm-Haus in Steinau hat anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Kinder- und Hausmärchen eine Neuveröffentlichung der Erstausgabe von 1812 mit Klaus Härings Zeichnungen veranlasst. Der Main-Kinzig-Kreis förderte diese Publikation. Somit lässt sich die „Urform“ der Grimmschen Märchen nun in einem 320seitigen Märchenbuch (ISBN 978-3-88462-332-9) in bunter Vielfalt entdecken.

Die Bilder von Klaus Häring können während der regulären Öffnungszeiten des Main-Kinzig-Forums (Mo.-Do. von 8-18 Uhr und Fr. von 8-13 Uhr) in Gelnhausen besichtigt werden.


  

Sonderausstellung 2. Juni bis 2. September 2013

Mit und ohne Zeigestock!

Märchen der Brüder Grimm auf frühen Schulwandbildern sächsischer Verlage
Aus der Sammlung Martina und Lutz Dathe

 

Seit dem Erscheinen des ersten Bandes der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm im Jahre 1812 mussten fast 100 Jahre vergehen, ehe 1903 im Verlag C. C. Meinhold und Söhne Dresden das erste Schulwandbild mit einem Märchenmotiv für den kindgerechten Unterricht und zur ästhetischen Erziehung in der Grundschule gedruckt wurde. Das „Rotkäppchen“ im Zeitgeschmack des Jugendstils war Auftakt einer ganzen Reihe, an der verschiedene Künstler mitwirkten. Die Vorstellungswelt vom Märchen ganzer Schülergenerationen prägte dann der Märchenmaler Paul Hey mit seinen Schulwandbildern. Bis heute haben seine Bilder nichts von ihrer faszinierenden Wirkung verloren. Die fruchtbare Zusammenarbeit von Pädagogen, Künstlern und Verlegern in Dresden war zugleich Vorbild für viele nachfolgende Editionen anderer Verlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Ausstellung, die sich vor allem den frühen Schulwandbildern der sächsischen Verlage widmet und der dazu in der Wernerschen Verlagsgesellschaft Worms erschienene Katalog (ISBN 978-3-88462-333-6, 19,80 Euro) zeigt in einer einzigartigen Dichte den Einfluss des Zeitgeistes und der Kunst auf den Umgang mit dem Märchen zur Bildung und Erziehung der Kinder. Denn wie sich im Verlaufe der Schulgeschichte das Verständnis vom Märchen wandelte, so veränderte sich auch die bildhafte Auffassung in der Phantasie der Künstler. Heute sind die Märchen-Schulwandbilder eindrucksvolle Zeugnisse der Märchenkultur in den Wechselbädern der deutschen Zeit- und Kunstgeschichte im 20. Jahrhundert. Im Ergebnis der zeitkritischen Bildbetrachtung stellt sich die Frage: Wie können Märchen wieder Schule machen?

Bilder:
Rotkäppchen, Felix Elßner
Schneewittchen, Paul Hey

Brüder Grimm-Haus Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße
Tel. 06663/7605
eMail: info@museum-steinau.de
www.brueder-grimm-haus.de

geöffnet täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Eintritt 5,00 Euro

 

Ausstellung:

Jean-Loup Martin-Melville Arbeiten auf Papier

vom 7.April bis zum 26.Mai 2013 - Eröffnung: 7.April, 11:00Uhr. Der Künstler ist anwesend.

„Ich male viele oder oft großformatige Bilder, die an Serien erinnern, wobei jedoch jedes einzelne Bild in Wirklichkeit eigenständig ist. In der Einsamkeit des Ateliers besuchen mich häufig Gesichter. Manchmal lasse ich sie entschwinden, machmal halte ich sie zurück. Diese Gesichter sind auch Landschaften. Mit der Zeit werden sie mir vertraut. Alles ist für mich Landschaft, aber nicht als Abbildung der Natur, sondern aus der Erinnerung heraus, in meinem Atelier. Die Leere ist dabei von grosser Bedeutung.
Ich versuche nicht, mich der Tradition des Malens zu entziehen, sondern ich stelle mich ihr mit meiner Arbeit, in der Destruktion und Konstruktion untrennbar verwoben sind.
In Übereinstimmung mit meinem ständigen Interesse für Architektur besitze ich eine grosse Sensibilität gegenüber den Räumen, in denen ich ausstelle.“ (Jean-Loup Martin-Melville)

Jean-Loup Martin-Melville wurde 1949 geboren. Nach seiner Ausbilung an der Ecole des beaux Arts de Paris bei Etienne-Martin arbeitete er zunächst als Bildhauer und Bühnenbildner. Seit den frühen 1980er Jahren, er verbrachte einige Zeit in London und Berlin, beschäftigt er sich mit der Malerei.
Seit 1990 ist er Lehrer an der Ecole Spéciale d‘Architecture des Paris, der L‘Ecole Nationale des Beaux-Arts de Bourges und der Université de Nantere. Er lebt und arbeitet in der Region Perche im Westen Frankreichs.


 

Jahresausstellung der Frankfurter Künstlergesellschaft 2012

11. November - 2. Dezember 2012

Jahresausstellung 2012 


Otto Ubbelohde (1867 – 1922)

Otto Ubbelohde (1867 – 1922) hat ein vielfältiges malerisches und graphisches Werk hinterlassen, das ganz im Spannungsfeld unterschiedlicher künstlerischer Strömungen der Zeit um 1900 steht. In Marburg geboren und in München zum Portraitmaler ausgebildet, beschäftigt er sich mit der Pleinairmalerei, der Landschaft, die zunächst impressionstisch geprägt ist, bald aber auch Elemente des Jugendstils aufweist. Die elementare Natur mit ihren Kräften und Stimmungen läßt seine Landschaften immer mehr zu Seelenlandschaften werden.

Neben der Malerei sind Graphik und Zeichnung für ihn ein wichtiges Ausdrucksmittel! So entstehen zahlreiche Vorlagen für Buchillustrationen, Postkarten und Kalender. Immer wieder ist es seine heimatliche hessische Landschaft; die hier das Motiv bestimmt. Seine 448 Zeichnungen zu den Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm, die für eine Ausgabe zum 50. Jahrestgag der letzten Märchenedition der Brüder im Jahr 1857 entstanden sind, gehören dabei bis heute zu seinen populärsten Werken.

Doch schon vorher hat sich Otto Ubbelohde mit Märchen und Sagen beschäftigt und hat häufig in seiner eigenen unaufdringlichen Weise literarische Werke illustriert. Er verstand es dabei immer wieder, in einer subltilen Weise einzelne, auch untergeordnete Aspekte der Text-Handlung in den Mittelpunkt zu stellen und hat so, nicht nur bei den Märchen, eine neue und eigene Bilderwelt geschaffen.

Im Jahr 2012 gibt es zwei Gedenktage, die mit Jacob und Wilhelm Grimm und Otto Ubbelohde verbunden sind. Am 20. Dezember wird der 200. Jahrestag der Veröffentlichung des ersten Bandes der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gefeiert, am 8. Mai jährt sich zuzm 90. Mal der Todestag von Otto Ubbelohde. Das Brüder Grimm-Haus Steinau verbindet die beiden Daten und präsentiert zum Märchenjubiläum mit Otto Ubbelohde einen Künstler, der in vielfacher Hinsicht mit dem Märchen verbunden ist.

Die Ausstellung im Brüder Grimm Haus Steinau zeigt 70 Originalarbeiten von Otto Ubbelohde, die sich mit Märchen, Sagen und literarischen Motiven beschäftigen. Viele der Arbieten werden hier erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Darüber hinaus sind zahlreiche Bücher zu sehen, die mit Illustrationen des Künstlers geschmückt sind.

Zur Ausstellung erschient ein reich bebilderter Katalog zu Preis von 19,80 Euro

Brüder Grimm-Haus Steinau
Brüder-Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße

Tel.: 06663/7605

Eintritt 5,00 Euro (ermäßigt 3,00 Euro), Familien 10,00 Euro

Download Flyer (650 KB)


 

Künstler im Brüder Grimm-Haus

Auch im Jahr 2011 sind wieder Künstler der Frankfurter Künstlergesellschaft zu Gast im Brüder Grimm-Haus Steinau. In diesem Jahr zeigen zwei Bildhauer ihre sehr unterschiedlichen Werke: es sind Achim Ribbeck, der mit feinen gearbeiteten, fast altmeisterlichen Schnitzarbeiten und Bronzen aufwartet und Clemens Strugalla, der in seinen Arbeiten die große Emotion und das archaische Abbild vertritt und ebenfalls Bronzegüsse aber auch Arbeiten in Stein präsentiert. 

  

Beide Künstler arbeiten auf sehr verschiedene Weise und zeigen deutlich, wie unterschiedlich das gleiche Material bearbeitet werden kann und welche unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten es gibt! Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft mit zahlreichen Abbildungen! Hier lassen sich die unterschiedlichen Themen der Künstler und ihre Arbeitsweise noch einmal nachvollziehen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Januar 2012 täglich im Brüder Grimm-Haus Steinau, Brüder Grimm-Straße 80, 36396 Steinau an der Straße von 10.00 bis 17.00 Uhr zu sehen.

Der Eintritt ins Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau kostet 3,00 Euro.

Georg Paul Heyduck - Das Atelier in Breslau 1944


Der Maler Georg Paul Heyduck wurde 1898 in Gleiwitz (Oberschlesien) geboren und begann schon als Fünfzehnjähriger ein Studium an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, wo Heyduck dann auch als freier Künstler lebte. Seine sehr geschätzte Portraitmalerei sicherte ihm und seiner Familie die Existenz. Die sich zuspitzenden Kriegsereignisse zwangen Heyduck und seine Familie im Februar 1944 zur Flucht. Man mußte alles verlassen, die Wohnung und das Atelier mit den dort vorhandenen Bildern. Das Atelier wurde später zerstört, der Verbleib der Kunstwerke ist unbekannt. Ein Freund von Georg Paul Heyduck, der Buchhändler und passionierte Fotograf Alfred Glase hatte zuvor, im Jahr 1944 in diesem Atelier 30 Farbdias von den dort vorhandenen Arbeiten. Auch die Familie Glas floh im April/Mai 1945 über Tschechien nach Lohr am Main und ausgerechnet die Dias der Heyduck-Gemälde befanden sich im Fluchtgepäck. Später, Georg Paul Heyduck lebte und arbeitete inzwischen in Kassel, wurde der Kontakt wieder aufgenommen.

Für den Sohn Christof Heyduck, selbst Maler und Bühnenbildner, sind diese Dias heute ein großer Schatz. Denn bis auf die Bilder in schlesischen Museen und in einigen Privatsammlungen ist das Werk seines Vaters vor 1945 kaum greifbar. Umso bedeutender ist es, daß die Farbdias von 1944 auch heute noch Abzüge in einer beachtlichen Farbqualität ermöglichen und so die Grundlage für die Rekonstruktion der Gemälde in Heyducks Breslauer Atelier ermöglichen.

Diese fotografischen Reproduktionen der Gemälde von Georg Paul Heyduck werden ergänzt durch einige Originale, die bald nach 1945 und in den 1950er Jahren entstanden sind.


Die Ausstellung ist im Brüder Grimm-Haus Steinau vom 31. März 2012 bis zum 01. Mai 2012 zu sehen und täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zugänglich.

Eröffnung ist am 31. März 2012 um 11.00 Uhr
Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau
Erwachsene 5,00 Euro
Kinder 3,00 Euro
Familien 10,00 Euro

„Über das Marionettentheater...“

so heißt eine Abhandlung Heinrich von Kleists, die das Theater mit Menschen und mit Puppen vergleicht und nicht ganz unkritisch mit den Auswüchsen des Berliner Theaters im frühen 19. Jahrhunderts umgeht. Heinrich von Kleist lässt seinen Erzähler die Vorzüge des Marionettentheaters auflisten. Wer Marionettentheater liebt, wer überhaupt gerne Puppentheater besucht, der kommt in Steinau an der Straße voll auf seine Kosten. Nicht nur, daß es in der Stadt das traditionsreiche Puppentheater „Die Holzköppe“ gibt, das es immer wieder versteht, seine Gäste mit klassischen Aufführungen, vor allem Grimmscher Märchen zu fesseln, nein, es gibt in Steinau auch nun schon zum 19. Male die Puppenspieltage (in diesem Jahr vom 24. September bis zum 5. Oktober), in diesem Jahr geht es um die „ganze Welt des Puppenspiels“!

Im Brüder Grimm-Haus Steinau gibt es immer wieder spannende Ausstellungen, die die Puppenspieltage begleiten. In diesem Jahr ist es eine kleine Präsentation, die sich mit dem Marionettentheater befasst, Materialien zu Heinrich von Kleist vorstellt, an dessen 200. Todestag in diesem Jahr gedacht wird, und historische Fotos vom Puppenspiel zeigt, etwa eine Serie von Faust-Fotos aus dem Jahr 1895, aber vor allem einige Puppen aus der Sammlung des Steinauer Marionettentheaters präsentiert, das sind zum Teil alte Puppen, die schon vor über 100 Jahren auf den Brettern standen, die auch für die Marionette die Welt bedeuten. Da sind tschechische Stabmarionetten dabei, aber auch Puppen, wie sie von süddeutschen Wanderbühnen verwendet wurden. Es werden auch Puppen gezeigt, die von den Holzköppen bei den Fernsehverfilmungen der Alsfelder Passion und der Alsfelder Weihnacht verwendet wurden.

Da hängen nun Rokokodamen, Prinzessinnen und Teufel vereint im Museum und warten darauf, von vielen Menschen besucht zu werden!
Und es gibt sogar noch einen kleinen Leckerbissen. Karteninhaber der Steinauer Puppenspieltage erhalten den Eintritt zur Ausstellung und so natürlich auch zum Brüder Grimm-Haus und zum Museum Steinau zum Sonderpreis von 1,00 Euro.
Da tanzen nicht nur die Puppen vor Freude....

Die Ausstellung im Brüder Grimm-Haus ist vom 04. September 2011 bis zum 16. Oktober 2011. Täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zu besuchen.
Eintritt (Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau) 3,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro.

Karteninhaber der Puppenspieltage zahlen beim Vorzeigen der Karte 1,00 Euro


Brüder Grimm-Haus und Museum Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36306 Steinau an der Straße
Tel. 06663/7605
www.bruder-grimm-haus.de

 Die Wahrheit über Hänsel und Gretel 

 

Hans Traxler und die Anfänge der Märchenarchäologie
im Brüder Grimm-Haus Steinau zu sehen.


Wegen des großen Erfolges bis auf Weiteres verlängert!

 

Pressebericht zum Download (PDF-Datei 50 KB)

 

 

Kabinettausstellung im Brüder Grimm-Haus Steinau

   


vom 29. Januar 2012 bis zum 25. März 2012
Fabelwesen sind Geschöpfe, deren äußere Erscheinung durch die Phantasie der Menschen geprägt ist und deren Existenz nicht belegt werden konnte. Es handelt sich dabei um menschliche Wesen, Tiere, Geistwesen oder Mischwesen (Chimären), die im Märchen, in der Fabel, in der Mythologie und in der Heraldik eine wichtige Rolle spielen, zum Beispiel der Minotauros, der Zyklop oder der Zentaur.

Die meisten Fabelwesen gelten heute als Phantasiegebilde der Menschen ihrer Zeit. Dennoch haben viele ihren Ursprung in der realen Welt: So geht man zum Beispiel davon aus, dass in früheren Zeiten Seefahrer Seekühe zu Meerjungfrauen oder Nixen umgedeutet haben und dass zufällig gefundene Mammutknochen einem Riesen zugeordnet wurden. In einigen wenigen Fällen hat sich ein regionales „Fabeltier“ in der neueren Forschung sogar als echtes Tier entpuppt. Beispiele hierfür sind das Okapi im Kongogebiet, der Moa und die Brückenechse auf Neuseeland und schließlich das Saola in Vietnam. In den fürstlichen Wunderkammern, die ab dem 16. Jahrhundert entstanden, nahmen Raritäten und Fabelwesen einen besonderen Platz ein. So zeichnete zum Beispiel Conrad Gesner Drachen und Einhörner, die wahrhaftig in den Alpen vorkämen. Damit sollte der Reichtum von Gottes Natur dargestellt werden.

Anhand von Büchern, Grafiken, Porzellan und Reproduktionen historischer Tapisserien werden einige Fabelwesen näher vorgestellt.
Die Ausstellung ist täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

Brüder Grimm-Haus Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße
Tel.: 06663/7605
eMail: info@museum-steinau.de

 Die Wahrheit über Hänsel und Gretel 

 

Hans Traxler und die Anfänge der Märchenarchäologie
im Brüder Grimm-Haus Steinau zu sehen.


Wegen des großen Erfolges bis auf Weiteres verlängert!

 

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Brüder Grimm-Haus

Täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

Brüder Grimm-Haus
und Museum Steinau
Brüder Grimm-Straße 80
36396 Steinau an der Straße

Tel. (0 66 63) 76 05
Fax (0 66 63) 91 88 00
E-Mail info@museum-steinau.de

Das Brüder Grimm-Haus ist wieder am Projekt „Junges Literaturland Hessen“ beteiligt:

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